Geschichten von der Blumenfee

Die Rose von Jericho

magische Pflanze

oder Wunder "Wüstenrose"

Ein spannendes, universelles Geschenk mit Überraschungseffekt -

für Jung und Alt, Christ bis Buddhist, für Physik-Freaks und Esoteriker, für Weihnachten, Ostern, Taufe, Kommunion, Geburtstag, Geburt, Glücksmomente, Kleiderschränke und vieles mehr ...

Sie klingt wie ein Filmtitel - und könnte gut darin die Hauptrolle spielen: Die Rose von Jericho.

Doch es gibt sie wirklich, diese erstaunliche Pflanze - sagenumwoben und faszinierend zugleich.

Sie wächst in den Wüstengebieten Israels, Jordaniens, Pakistans, des Irans, Ägyptens, auf dem Sinai und in Teilen Nordafrikas.

Über einen langen Zeitraum gedeiht das Gewächs in der Erde und vermehrt sich wie jede andere Pflanze auch. Wenn der Boden, auf dem sie wächst, jedoch nicht mehr genug Nährstoffe hergibt und sie ihr Wachstum abgeschlossen hat, zieht die Rose von Jericho ihre Wurzeln aus dem Erdreich zurück und trocknet zu einem Ball zusammen.

Vom Winde verweht ...

Dann lässt sie sich vom Wind über den Wüstenboden treiben, bis sie in einer Umgebung angekommen ist, wo sie wieder wachsen und sich verbreiten kann.

Die graubraune, flechtenartig dürre Kugel ist apfelgroß und auf den ersten Blick wenig attraktiv.

Kennst du aber ihre Verwandlung und ihre Geschichte, so wirst du dich ihrem Zauber kaum entziehen können - sie wird zu einer absoluten Faszination und zu einem wunderbaren Geschenk.

Die Rose von Jericho wird meist in genau dem zusammengerollten, trockenen Zustand verkauft, in dem sie durch die Wüste trudelt. Legt man sie jedoch in eine Schale mit Wasser, beginnt sich die vertrocknete Knolle schon nach wenigen Minuten zu öffnen und ihre Blätter und Zweige erwecken zu neuem Leben. Die Triebe entfalten sich und werden von der Mitte her immer grüner. Je nach Art kann es 60-90 Minuten oder auch mehrere Stunden dauern, bis die Wüstenrose ihre volle Pracht zeigt. Welch Erlebnis dabei zuzusehen, wie sie sich ausbreitet und immer grüner wird! Währenddessen verbreitet die Rose von Jericho ein angenehm frisches und würziges Aroma.

Nimmt man sie wieder aus dem Wasser und lässt sie austrocknen, so rollt sie sich zusammen und die Blätter werden wieder braun. Dieses Schauspiel lässt sich beliebig oft wiederholen!

Eine "tote" Pflanze ohne Wurzeln kann also jahrelang ohne Wasser überleben und wieder zu Leben erweckt werden. Welch Faszination! Aus diesem Grund wird sie auch Auferstehungspflanze genannt. Sie gilt verbreitet als Glücksbringer und wird gern von Generation zu Generation vererbt. Ein erstaunliches, kleines Naturwunder!

Man kann die Pflanze bis zu sieben Tage im Wasser lassen (täglich das Wasser austauschen), danach sollte man ihr allerdings eine Pause von mindestens zwei Wochen im trockenen Zustand geben, bevor man sie wieder ins Wasser legt. Im trockenen Zustand kann man sie übrigens auch im Kleiderschrank aufbewahren, angeblich soll sie Ungeziefer und Motten fernhalten.

Ich bin ein wunderbares Geschenk 

 

Auf dem Markt gehandelt wird übrigens zumeist nicht die echte Rose von Jericho aus dem Mittleren Osten, die Anastatica hierochuntica, sondern die Selaginella lepidophylla, ein Moosfarngewächs, das vorwiegend in Mexiko zu finden ist, deren Mechanismus gleich, deren Erscheinung grüner und deren Effekt spektakulärer - und die einfacher anzubauen ist.

Ein absolutes Vergnügen und Naturwunder! Sie kursiert unter vielen sagenumwobenen Namen: Maria’s Rose, Palästinische Wüstenrose, Dinosaurierpflanze, Doradilla Blume, Steinblume, Rose der Jungfrau, Rose der Heiligen Nacht, Kraut von Jericho, Pflanze der Auferstehung, Moos der Auferstehung, Siempre Viva, Wüstenblume, Flor de piedra und einigen mehr.

Ein physikalisches Wunder

Das wundersame Wiedererwachen der Wüstenblume ist, allen Mythen zum Trotz, kein Hokuspokus - sondern ein rein physikalischer Vorgang. Am Ende der Wachstumsphase rollt sich die Pflanze ein. Die tote Pflanze dient dann dem zwischenzeitlichen Schutz der Samen, die nun (in der Natur nach einem kräftigen Regenguss) sofort zu keimen beginnen. Der Keimling besitzt kleine grüne Blätter. Bei der „Wiederbelebung“ saugen sich die Zellen durch Kapillarkräfte voll Wasser, unter der hydrostatischen Spannung entfaltet sich die Pflanze wieder. Bei jeder Wasserzufuhr wird nur ein Teil der Samen freigegeben. Dieses pysikalische Faszinosum hat ihr den Ruf der "Auferstehungspflanze" eingebracht.

Die Sagenumwobene

Zu den Geschichten, die über die Rose von Jericho von Generation zu Generation weitergetragen und erzählt werden, gehören einige, die mit dem Leben von Jesus Christus in Verbindung gebracht werden.

So erzählt eine von ihnen, dass die Rose von Jericho während der Lebenszeit von Jesus Christus durchgehend blühte und grün war, doch als er starb, braun wurde und sich zusammenrollte.

Als Jesus Christus drei Tage nach seinem Tod aus der Höhle wieder von den Toten auferstand, so erleuchtete sie wieder in sattem Grün.

Hier eine ebenso verbreitete Variante:

Es war zu der Zeit, als Jesus Christus vierzig Tage in der Wüste verbrachte und zu Gott betete. Die Rose von Jericho begleitete Jesus in dieser Zeit des Durstes und rettete ihn, denn sie sammelte das Morgentau auf sich, welches er zu sich nehmen konnte. Als Dank dafür, dass sie ihn in dieser Zeit begleitete, segnete er sie und sie gilt daher seitdem als Pflanze, die den Menschen in harten Zeiten Trost und Hoffnung spendet.

Und hier unsere Lieblingsversion: In den Legenden über die Flucht von Joseph und Maria nach Ägypten (nach der Geburt Jesu, um dem Kindermord des Herodes zu entgehen) wird erwähnt, dass die Jungfrau Maria diese Pflanze auf der Flucht gesegnet haben soll und diese "Rose von Jericho" entlang ihrem beschrittenem Wege wuchs. Welch schöne Vorstellung! So erstaunt es auch nicht, dass die Pflanze in Ägypten "Kaff Maryam" (Handballen der Maria) und in Algerien "Id Fatma Bint el Nabi" (Hand der Fatma, Tochter des Propheten) genannt wird.

Kreuzritter und Pilger brachten die Rose von Jericho übrigens mit nach Europa. Das als heilige Pflanze verehrte Gewächs sollte dem Haus, in dem es erblüht, Glück und Segen schenken. Beim Einsetzen der Wehen einer bevorstehenden Geburt legte man die trocken-dürre Kugel in eine Wasserschale und las aus der Aufblüh-Geschwindigkeit Dauer und Schwere der Geburt ab. Etliche andere Mythen und Rituale entfalteten sich um diese wundersame, faszinierende Rose.

Geheimtipp:

Spektakel-Geschenkverpackung mit

Überraschungseffekt:

Besonders originell ist es, wasserdicht verpackte Gutscheine, Geldscheine oder Ähnliches in die Mitte der zusammengerollten Jericho-Rose zu stecken.

Übergießt der Beschenkte die Pflanze mit Wasser, gibt sie beim Entfalten Stück für Stück der Überraschung frei!

Tipp: mit heißem Wasser geht`s schnell, mit kalten dauert es unter Umständen Stunden.

Viel Spaß beim Ausprobieren!

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  Die Tulpe - faszinierende Geschichten von Sultanen, Tulpenmanie und Flammen

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Dunkel

war alles und Nacht

In der Erde tief

die Zwiebel schlief

die braune.

 

Was ist das für ein Gemunkel,

was ist das für ein Geraune,

dachte die Zwiebel,

plötzlich erwacht.

Was singen die Vögel da droben,

und jauchzen und toben?

(Josef Guggenmos, deutscher Lyriker)

Von Neugier gepackt,

hat die Zwiebel einen langen Hals gemacht,

und um sich geblickt,

mit einem hübschen Tulpengesicht.

Da hat ihr der Frühling entgegengelacht.

Die Tulpe ist eine der der beliebtesten Frühlingsblumen.

Mehr als 5000 verschiedene Sorten erfreuen alljährlich Blumenfreunde jeden Alters und Geldbeutels - in weiß, gelb, orange, bronze, rosa, rot oder sogar schwarz. Zwischen März und Mai treibt sie ihre glockenförmigen Blüten aus der Zwiebel.

Sie ist zum Sinnbild Hollands geworden;

mit einem Anteil von 80 Prozent sind die Niederlande das wichtigste Anbaugebiet weltweit.

Wegen des milden Klimas und des geeigneten Bodens entwickelten sie sich rasch zum Zentrum der Tulpenzucht.

Jedes Jahr zieht es tausende Besucher aus aller Welt in das Tulpenland,

wo die Pracht der blühenden Felder gleich einem farbenfreudigen Meer die Besucher in Begeisterung und freudiges Staunen versetzt.

Sie können diesen Farbenrausch und ihre Frühjahrslust

schon bald ohne Reise in ihr Zuhause bringen.

Wir von Franziskas Blumenwelt sitzen mit unserem niederländischen Inhaber

Dick van der Meij direkt an der Quelle des prächtigen Blumenmeeres

und versorgen sie gerne mit frischster und bester Tulpenqualität.

Als Schnittblume oder in frischen, vielfältigen Arrangements.

Zu erschwinglichen Preisen.

Das ist wahrlich eine abenteuerliche Legende:

Im 16. Jahrhundert eroberte der osmanische Sultan Süleyman der Erste Teile Mittelasiens und dort entdeckte man eine prächtige Blume, die man auf dem Siegeszug begeistert in die heutige Türkei brachte. Hier feierte sie als Symbol von Schönheit, Liebe, aber vor allem auch als Symbol von Reichtum und Macht Einzug in die Palastgärten der Mächtigsten des Osmanischen Reiches. Osmanische Sultane trugen die Tulpe auf ihrem Turban, und da die Tulpen den Turbanen sehr ähnlich waren, wurde ihr Name vom persischen Wort „tulipan“, das Turban bedeutet, abgeleitet.

Konstantinopel, das heutige Istanbul, galt in jener Zeit als eine der schönsten Städte der Welt und war eine bedeutende Handels- und Kulturmetropole. Alljährlich zur Tulpenblüte gab auch Sultan Süleyman, der hohes Ansehen genoss, ein großes Fest. In seinen Gärten erblühten die prachtvollsten Tulpen, die zu jener Zeit als besondere Kostbarkeiten galten. Der mächtige Sultan verschenkte in Ausnahmefällen Tulpen an einen Gast.

So kam es, dass ein Edelmann aus Flandern mit einem Blumenschatz des Sultans von dort nach Europa zurückkehrte und diesen an einen Freund weiterverschenkte, der am Hof des österreichischen Kaisers den Kräutergarten betreute. Diesen Freund verschlug es schließlich als Professor an die holländische Universität in Leiden - im Reisegepäck befanden sich auch die außergewöhnlichen Blumen aus dem fernen Istanbul, die der Blumenspezialist mit Hingabe und unter Geheimhaltung pflegte und untersuchte.

Was der Welt nicht verborgen blieb. Und so staunte er nicht schlecht, als er eines Morgens feststellen musste, dass die Tulpen aus seinem Garten gestohlen worden waren.

Hier stoppt die Legende - sicher ist: der flämische Professor und Botaniker Carolus Clusius, bzw. Charles de l’Éscluse, pflanzte als erster in Holland die Zierblumen professionell an.

Der weitere Verlauf ist gesichert: Der Tulpenzwiebelhandel in den Niederlanden fand seinen Anfang!

In rasender Geschwindigkeit avancierte die Tulpe, aus dem anfänglichen Handel mit Zwiebeln in den Hinterzimmern verrauchter Wirtshäuser hinaus, zu der angesagtesten Blume überhaupt. Sie wurde in einer überhitzten Atmosphäre des Kaufens und Verkaufens zum wahren Spekulationsobjekt. Jeder, ob Arm oder Reich, ob Hausierer, Bauer, Edelmann, wollte sie schließlich besitzen. Die Nachfrage war gigantisch, die Preise schossen in die Höhe, einzelne Tulpenzwiebeln hatten denselben Wert wie ein Amsterdamer Grachten-Haus. Nicht wenige witterten das schnelle Geld, gaben für eine einzige Zwiebel sogar ihren einzigen Besitz, ihr Haus.

 

So fand die Zeit von 1634-1637 als „Tulpenmanie“ oder „Tulpenwahn“ Einzug in die Geschichtsbücher. Enorme Geldsummen für eine einzige Zwiebel, bzw. ein Papier, auf dem stand, dass sie Eigentümer oder Miteigentümer einer Tulpenzwiebel waren. Spekulation pur! Der Absturz ließ nicht lange auf sich warten: 1637 machte die Regierung diesem bizarren Handel ein Ende, verbot diesen und der Markt brach plötzlich völlig zusammen. Der große "Tulpenbörsencrash". Die einen hatten sich eine goldene Tulpennase verdient, die anderen hielten nur noch ein wertloses Stück Papier in den Händen.

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Die Flammen der Tulpen zu jener Zeit waren jedoch keine natürliche Begebenheit - sie waren das Ergebnis einer Virusinfektion!

Die mehrfarbigen Tulpen, die man heute im Handel findet, sind durch professionelle Züchtung entstanden und absolut virenfrei.

Das Angebot der beliebten und herrlichen Frühlingsboten ist noch vielfältiger und prächtiger als in den Zeiten des Tulpenwahns.

Rosa, Braun, Rot, Orange, Purpur, Bronze, Schwarz,

häufig in prachtvoller Kombination aus hellen und dunklen Farben.

Ja, das sind wirklich kleine Kunstwerke

und so tragen sie den Namen Rembrandt-Tulpen zurecht,

obwohl sie nie von ihm gemalt wurden.

Die ersten Tulpen hatten übrigens geflammte Blüten - heute bezeichnet man diese Art von Tulpen als Rembrandt-Tulpen, getreu dem weltbekannten Maler Rembrandt van Rijn, der ebenfalls Zeitzeuge des Tulpenwahns war. Als Königin der Tulpen galt damals die „Semper Augustus“, aufgrund ihrer Seltenheit und sinnbetörenden Schönheit. Selbst auf Papier fasziniert die Blume mit ihrem schlanken, hohen Stiel und den sechs Blütenblättern, deren Weiß mit tiefroten feuerähnlichen Flammen elegant eingerahmt erscheint.

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